Kategorie-Archiv: Kairos-Marketing

Systemtheorie
Funktionales Passen
Strukturell/Funktional
Soziale Systeme

Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.

“Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen.” Was für ein Satz! Von Berufs wegen beschäftige ich mich viel mit den Problemen anderer Leute -  mit sich selbst oder auch mit anderen. Von daher werde ich immer hellhörig, wenn mir ein passendes Zitat begegnet, das ich im Rahmen meiner Arbeit verwendenden kann. Das Zitat, um das es mir heute geht, hat mich gleich zweifach angesprochen. Ich hab eine Zeit lang sehr intensiv Engelsfiguren gesammelt. Unter anderem ist ein Engelchen dabei, dass sich so weit vornüber gebeugt hat, dass es nun die Welt fast im Kopfstand betrachtet. Haben Sie das mal ausprobiert? Die Welt sieht dann völlig anders aus. Und betrachtet aus dieser anderen Perspektive bekommen die Dinge manchmal eine ganz andere Dimension. Darum habe ich das Engelchen auch im Arbeitsbereich stehen, als Sinnbild für meine Kunden. Das Zitat, das Sie ja schon gelesen haben, ist von den mir unbekannten O’Connor+Seymour und besagt: „Probleme sind Ziele, die auf dem Kopf stehen“.

Nachdem das erste ungläubige Stirnrunzeln vorbei war, fiel mir mein Kopf-über-Engelchen wieder ein und das ungläubige „Hä??“ wich einem ahnenden „Ach so meint der das.“ Ich gebe zu, ich musste die Übung erst einmal vor meinem inneren Auge nachvollziehen. Doch dann fand ich den Ausspruch genial!

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Wie Ihr Unternehmen eine bekannte Marke wird:

Träumen Sie davon, dass aus Ihrem Unternehmen eine bekannte Marke wird? Wenn ja, dann lohnt es sich einen Blick auf Menschen zu werfen, die so etwas geschafft haben: eine Hommage an einen großen Unternehmer. Als ich das erste Mal von Hans Riegel las, hatte ich gerade meine kaufmännische Ausbildung in einem mittelständischen Unternehmen begonnen. Was mich besonders verwunderte und mir dauerhaft in Erinnerung blieb, war folgendes: Hans Riegel, Chef eines Weltkonzerns, über 70 Jahre alt, verteilt jeden Tag die Eingangspost persönlich an seine Mitarbeiter. Dafür war in meinem Ausbildungsbetrieb die Empfangsdame zuständig. Und die Post wurde auch nur in Fächer verteilt und selten persönlich übergeben. Was treibt jemand an, täglich die Post zu verteilen? Und zwar in einem Alter, in dem andere Multi-Millionäre entweder Ihren Ruhestand auf ihrem Golfplatz oder ihrer Yacht genießen. Schauen wir uns diesen Unternehmer einmal genauer an:
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Wegkreuzungen

Wegkreuzungen: Mein Neffe sagt dazu immer, er hat sich etwas “um-überlegt”, wenn er meint, er hätte sich anders entschieden. Und wenn wir unsere Tage Revue passieren lassen, stellen wir fest, wie oft wir uns kurzerhand etwas „um-überlegen“ mussten oder wollten. Wie oft kommen wir im Leben an eine Kreuzung und müssen uns überlegen, wohin wir abbiegen wollen. Der Weg zum Bäcker ist meist ziemlich klar. Beim Weg zum Kino oder Theater schalten wir dann oft schon unser Navi im Auto ein und lassen uns von der freundlichen Stimme leiten. Doch wie sieht es mit inneren Um-Überlegungen aus? Was, wenn wir an einer inneren Wegkreuzung stehen?

John Lennon hat mal gesagt: „Leben ist das, was passiert, während wir andere Pläne schmieden“. Unser Leben ist eine große Anhäufung von Wegkreuzungen, kleinen und großen, unwichtigen und bedeutenden. Gabriela Linne schreibt inzwischen fast täglich von unserem inneren Navi, von der freien Wahl, es anzuschalten oder auch nicht. Diejenigen, die erfahren haben, wie gut es tut, auf das innere Navi zu hören, vertrauen inzwischen darauf und haben es fast immer eingeschaltet. Diejenigen, die das für Humbug halten, lassen es aus und fahren stattdessen vielleicht ein paar Mal in die Irre, bis sie ihr Ziel erreichen. Beides ist legitim, der letztere Weg verbraucht halt mehr Ressourcen, beschert einem andererseits vielleicht auch ein paar mehr Lebenserfahrungen.

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Die Kairos-Werkstatt und ihre Premiere

Vorbereitungen16 16Okt13Der Abend des 16. Oktober 2013: die Kairos-Werkstatt hatte Premiere. Gemeinsam mit der Regisseurin und Produktionerin Marina Alt-Nedvidek von Sternschnuppen TV konzipierten und drehten 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Werbespot. Was für ein Ereignis: Nach einem spannenden Vortrag ging’s nämlich richtig zur Sache und aufregende drei Stunden später waren alle Szenen im Kasten. Allen, die mit ihrer ganzen Kreativität unermüdlich und ausdauernd mitgewirkt haben, sei hier noch einmal ein herzliches Dankeschön gewidmet. Unsere Regisseurin Marina war während des ganzen Abends eine “wahre Wonne und Sonne”. Wir freuen uns jetzt schon auf “unseren Spot” und die Szenen drumherum.

Bis es soweit ist, gibt’s allerdings noch einiges zu tun: Szenensichtung, Szenenauswahl, Schnitt, Ton- und Sprachauswahl, Musikauswahl, Zusammenschnitt. Die Kairos-Werkstatt hat ihre erste Prüfung brillant bestanden. Und das, obwohl die Beamerlampe ihren Geist aufgab, die Licht-Batterie mitten im Dreh getauscht werden musste und die Hauptdarstellerin an Magenproblemen litt. Das zeigt mal wieder: Auf KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer ist in jeder Lage zu bauen. Herzlichen Dank an alle.

Eure Gabriela Linne
20. Oktober 2013
Kairos-Leittext

KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.”

15Okt13 Auf der Straße Kunden findenAm frühen Morgen beim Dienstags-KAIROS-Workshop: “Auf der Straße Kunden finden.” Ulrike Alzen fragt: “Was geht Euch durch den Kopf, wenn Ihr das Thema lest?” Sätze wie: Wie soll das denn gehen? Oder: Glaubst Du etwa, dass ich meine Zielgruppe ‘auf der Straße’ finde? Wer seine zwei primären Ängste, erstens nicht gut genug zu sein und zweitens nicht geliebt zu werden, in Vertrauen zu sich selbst wandeln kann, findet seine Kunden überall – auch auf der Straße. Es sei denn, “HORST” ist mit dabei. Weil HORST immer Sachen sagt wie: “Du hast doch heute Bad-Hair-Day!!” Oder: “Der letzte, den Du angesprochen hast, hat NEIN gesagt.” Oder: “Siehst Du, es regnet gerade … Denkst Du, die Leute bleiben für Dich stehen und lassen sich nassregnen.” HORST kann sehr vehement sein und schafft es doch tatsächlich immer wieder, unsere gerade abgelegten Ängste neu zu schüren.

Ulrike Alzen hat uns ihren “HORST” heute vorgestellt und gezeigt, wie sie ihn mit liebevoller Klarheit zum Schweigen bringt. Am besten gelingt es, wenn wir unsere beiden primären Ängste peu á peu wandeln: in Glauben an uns selbst, über den Glauben an uns selbst in Vertrauen und über das Vertrauen in uns selbst in Selbstliebe. Das Tolle: Durch unsere Selbstliebe wird sogar HORST zahm. Es war ein großes Vergnügen für alle Teilnehmer, die anschließend unbedingt ihren “HORST” ins Gebet nehmen wollten. Nach dem Workshop natürlich.

Danke sehr an Ulrike Alzen für den amüsanten Morgen.
Vielleicht macht sie ihren Vortrag ja noch einmal.

Herzliche Grüße an alle
Gabriela Linne

15. Oktober 2013
Kairos-Leittext

Über Akquise-Angst und den Eigen-Ablehn-Zustand

10Okt13 Erfahrungen mit Akquise-AngstAkquise-Angst und der Eigen-Ablehn-Zustand:
Am Abend des 10. Oktober 2013 haben wir uns (gemeint sind KAIROS-Unternehmerinnen und Unternehmer) im Workshop von Unternehmen KAIROS ausführlich mit der Akquise-Angst beschäftigt. Sie ist eine oft “über uns herein brechende” Angst, die uns vor und zurück treibt, die uns um den Telefonhörer und um Menschen “auf der Straße” herum laufen lässt, als wären es glühende Brennstäbe oder drohende Säbelzahntiger. Warum nur? Was passiert in den Unternehmern, die doch ihr Produkt, ihr Angebot lieben, die doch so gerne Menschen von der Echtheit und Qualität ihres Angebots überzeugen möchten.
Eine wesentliche Antwort darauf lautet: “Wer sich selbst verleugnet, zittert vor jeder Gelegenheit, in der ein oft verdeckt in uns wirksamer Eigen-Ablehn-Zustand bemerkt wird oder eventuell bemerkt werden könnte. Positiv formuliert. Wer in jedem Augenblick sich selbst annehmen, also wirklich bei sich sein kann, wer innerlich darauf vertraut,  “gut genug” zu sein, wer immer sein Bestes gibt und bereit ist, daran zu arbeiten, sich immer weiter zu entfalten, kann frohen Mutes auf andere zugehen und ihnen zeigen, was er oder sie Schönes zu bieten hat.

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USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied?

USP oder Positionierung: Kennen Sie den Unterschied? Rosser Reeves erfand den USP 1940. Der USP, der das Einzigartige eines Menschen, eines Produktes, eines Services betont, basiert auf einer Genie-Metapher. Immer noch und gerade wieder im Gespräch von einer Jung-Unternehmerin bestätigt, wird der USP als das zentrale Element jeder Marketingstrategie benannt. Obwohl es doch schon in den 60ziger Jahren mit ihm zu Ende ging. In dieser Zeit begann es, dass sich Produkte immer ähnlicher wurden, immer mehr „me too“ sozusagen, und dass wirklich neue, geniale Ideen fehlten. Mein lieber Freund und Mentor Detlev Six hat aufgeschrieben, wie es zu der Nachfolgetechnik für den USP kam: der Positionierung. Diese Geschichte macht den Unterschied sehr schön deutlich. Lesen Sie selbst: Weiterlesen

Die innere Haltung beim Verkauf

Haben Sie sich schon mal über die innere Haltung beim Verkauf Gedanken gemacht? Jeder Unternehmer ist auch gleichzeitig Verkäufer. Nur wenn das Produkt oder die Dienstleistung gekauft wird, bleibt das Unternehmen erhalten. Einigen Unternehmern fällt es scheinbar spielend leicht, in die Rolle des Verkäufers zu schlüpfen. Ich kenne jedoch auch viele Unternehmer, die ihre Stärken in anderen Bereichen des Unternehmertums haben. Die „Verkäufer-Rolle“ ist hier eine Herausforderung, ein Wachstumsfeld. Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Und habe festgestellt, dass es sehr stark von meiner inneren Haltung abhängt ob ein Verkauf gelingt, oder nicht.
Zwei Beispiele:
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Kairos-Leittext: Die Qual der Wahl 2013.

Die Qual der Wahl 2013. Heute waren auch Unternehmer nur Wähler. Dann ist jeder von uns Teil eines dreifachen Kairos-Tests, der sich auf unser historisches Hier und Jetzt bezieht.

Der erste Kairos-Test gilt dem Bewusstsein von uns Wählern. Haben die Parteien die richtigen Themen gewählt? Haben sie einen Sinn für das, was das Volk im Hier und Jetzt als bedeutsam empfindet? Bieten Sie das Produkt an, das die Menschen haben wollen?

Der zweite Kairos-Test gilt den Personen. Haben die Parteien die richtigen Leute an die Spitze gestellt? Können sie mit uns in Resonanz gehen? Erwecken sie den Eindruck, ihnen, ihrer Klugheit, Gerechtigkeit, Verlässlichkeit vertrauen zu können?

Der dritte Kairos-Test gilt der Demokratie als Existenzform unseres Staates. Sind die Leute in ausreichendem Maße dafür zu motivieren, zur Wahl zu gehen? Wie stark ist das Gemeinwesen noch? Wie sehr steht auch die jüngere Generation dazu? Weiterlesen

Wachstumsgruppen: Wo und mit wem wachsen Sie?

Haben Sie sich schon einmal mit dem Thema Wachstumsgruppen beschäftigt? Hier kommen zwei gut funktionierende Beispiele. Eine Wachstumsgruppe erlebte ich vor einigen Tagen zum ersten Mal im Schwarzwald. Ich hielt dort einen Workshop über Internetmarketing vor einer Gruppe von Unternehmern. Das Besondere an dieser Gruppe: Sie treffen sich regelmäßig! Es sind 15 Unternehmer aus dem ganzen Bundesgebiet mit ganz unterschiedlichen Unternehmensgrößen: Der Gastgeber im Schwarzwald hat 25 Mitarbeiter, ein anderer 600 – er kam übrigens mit seinem Privathubschrauber angeflogen. Das Wachstumskonzept der Gruppe sieht so aus:
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