Kategorie-Archiv: Broda, Christina

Alles immer nur Kairos

Christina Broda

Christina Broda

Alles immer nur Kairos – das war doch früher anders. Sie haben es bestimmt bemerkt, in diesem Blog wird fleißig umgemodelt und der Schwerpunkt vermehrt auf den wahren ‚Kairos‘ gelegt. Waren die Themen früher auch spannend, aber eher der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung dienlich, sind unsere Beiträge in dieser Gruppe nun sehr von der Kairos-Wissenschaft dominiert.

Das ist Absicht!

Wie Sie vielleicht erinnern, haben die ersten von uns im November 2011 mit der Ausbildung zum Kairos-Trainer begonnen. Und was damals als halbjähriger Kurs gedacht war, hat sich inzwischen zu einem echten Studium entwickelt, das mit einem Zertifikat der Steinbeis-Hochschule abschließt. Wir sind erfreut und sehr stolz darauf, dass innerhalb so kurzer Zeit diese positive Entwicklung stattgefunden hat.
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Leben und Aufleben

Vom Leben und Aufleben möchte ich heute “sprechen” und sage zunächst. Moin, moin. Hörten Sie mich wirklich sprechen, statt von mir zu lesen, wüssten Sie sofort, dass ich aus dem Norden komme. Ein bisschen nuschelig wie Ohnsorg-Theater, ein bisschen breit wie Großstadtrevier ist meine Aussprache, und hatürlich heisst ein bisschen auch nur “n büschen”. Wenn ich muss, kann ich auch sehr gepflegt hochdeutsch sprechen, aber im Eifer des Alltags ist es doch meist norddeutsch. Ich bin seinerzeit wegen der beruflichen Versetzung meines Mannes von Hamburg nach Frankfurt gezogen. Das war einerseits als neue Erfahrung sehr reizvoll, aber da ich ja so eine treue Seele für Freunde und Familie bin auch schmerzhaft. Darüber hinaus liiieeebe ich meine schöne Heimatstadt.

Aber ok: nun war Hessen mein neues Lebensumfeld, das ich mit viel Neugier und Freude für mich entdeckte und erschloss. Da es mir leicht fällt, Kontakte zu knüpfen, hatten wir auch in Hessen bald einen netten Bekanntenkreis. Ich lernte mit meinem Heimweh, das sich in eine latente Sehnsucht nach dem Norden wandelte, zu leben. Doch hatte ich immer unterschwellig das Gefühl, irgendetwas in mir ist nicht so ganz rund. Viele, viele Jahre später, als ich wieder im Norden war, bemerkte ich plötzlich, wie viel leichter irgendwie alles war. In Frankfurt hab ich immer so etwas wie eine Last auf meinen Schultern, doch nun hatte ich das Gefühl, meine Seele bekäme wieder Luft und könnte frei sein. Stellen Sie sich eine Lehmkruste um mich herum vor, die mehr und mehr aufbricht, je näher ich dem Norden komme. Und wenn ich im Norden bin, ist alles von mir abgefallen und ich fühle mich frei.
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Kairos, Kairos überall.

Christina Broda

Christina Broda

Kairos, Kairos überall. Gerade liegt wieder ein Wochenende des eifrigen Studiums der Kairos-Wissenschaft hinter uns. In diesem Zusammenhang haben wir auch mal geschaut, was es im Internet noch so unter dem Begriff ‚Kairos‘ gibt. Allein für Deutschland sind wir in Google auf 38 Seiten mit dem Stichwort ‚Kairos‘ in irgendeiner Form gestoßen. Es gibt Kairos-Reisebüro, Kairos-Fotografie, Kairos-Unternehmensberatung, Kairos-Beratung, Kairos-Filmverleih, Kairos-Segeltörns, Kairos-Uhren, Kairos-Allfinanzmakler, Kairos-Rechtsanwälte, Kairos-Musik u.v.m. Bei einigen weiß man gar nicht, wieso sie überhaupt das Wort ‚Kairos‘ im Namen führen, andere beziehen sich immerhin auf den rechten oder günstigen Augenblick. Das ist ja auch die am meisten benutzte Definition des Kairos im herkömmlichen Sinne. Und so haben wir ja auch lange gedacht … Dank der über 20jährigen Forschung vom Begründer der Kairos-Wissenschaft, Dr. Karl Hofmann, und Dank eines Studiengangs, der 2011 erstmals aufgelegt wurde, wissen wir inzwischen, dass Kairos sehr viel mehr ist. Weit entfernt hat Kairos immer noch etwas mit dem günstigen Augenblick zu tun. Doch gilt es nun nicht mehr, etwas zu erhaschen wie die Haarlocke des vorbeirauschenden Kairos-Gottes.

In der Kairos-Wissenschaft wird der Mensch in seiner Dynamik betrachtet. Im Leben sind zu bestimmten Zeiten bestimmte Dinge einfach dran. Einige kommen ganz von allein durch die Biologie, wie z.B. Pubertät oder Alter. Andere Dinge können wir schon eher beeinflussen. Genauso wenig, wie wir an einem Grashalm ziehen können, damit er schneller wächst, können wir aber an unserem Leben ziehen, damit es schneller voranschreitet. Doch genau das versuchen viele Menschen nur allzu oft. Die leichte Form davon ist der Versuch junger Menschen, älter zu wirken als sie sind. Die starke Form ist, wenn Menschen in ihrem Leben immer nur auf Hindernisse stoßen und ihnen alles im Leben nur schwer oder gar nicht gelingt. Burnout ist ein sehr deutliches und schmerzhaftes Indiz dafür.

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Wenn einem Herz und Seele überquellen …

Christina Broda

Christina Broda

Wenn einem Herz und Seele überquellen, dann kann es nur etwas mit Kairos zu tun haben.„Ja, klar“, mögen Sie jetzt vielleicht denken, „muß sie ja nun sagen, als eine Kairos-Trainerin“. Ich gebe ja zu, ich möchte Sie gern für all das Großartige der Kairos-Wissenschaft gewinnen, weil ich inzwischen so davon überzeugt bin, wie richtig gut die Lebensqualität wird, wenn jemand in seinem Kairos lebt. Und die letzte Woche war diesbezüglich besonders Kairos erfüllt … Sie haben vielleicht mitbekommen, dass einige der ausgebildeten Kairos-Trainer in der letzten Woche an der Kairos-Sommer-Woche im Kloster Maria Laach in der Eifel teilgenommen haben. Unter der Leitung von Dr. Karl Hofmann und Gabriela Linne haben wir uns eine Woche intensiv mit verschiedenen Aspekten der Kairos-Wissenschaft beschäftigt.

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Guck mal Mama, ich kann Kairos.

Christina Broda

Christina Broda

“Guck mal Mama, ich kann Kairos.” Erinnern Sie sich noch daran, wenn Sie als Kind etwas Neues konnten, dass Sie es dann aller Welt vorführen wollten? Das Rückwärtslaufen auf Schlittschuhen, der Sprung über einen Balken auf Rollschuhen, Gummitwist auf Oberschenkelhöhe ohne Hängenbleiben, doppelten Aufschwung an der Reckstange, Salto aus dem Stand oder sonst etwas Tolles. Mit glühenden Wangen sind wir dann heim gerannt und haben schon an der Tür gerufen „Guck mal, Mama, ich kann …!“ Und genauso geht es mir mit der Kairos-Wissenschaft. Nur mit dem Unterschied, dass meine Mama tot ist und ich es nun in dieser Kairos-Gruppe mit Freude hinausposaune: „Guckt mal, ich kann Kairos!“

Als ich dieser Gruppe beitrat, sprachen wir noch vom Kairos als Gott des rechten Augenblicks, davon, den rechten Moment zu erkennen und zu erhaschen. Das liegt nun ein paar Jahre zurück. In der Zwischenzeit haben wir zusammen mit Dr. Karl Hofmann die Kairos-Wissenschaft studiert (und wie sich gerade am letzten Wochenende gezeigt hat, können wir das mit vielen neuen Erkenntnissen auch immer weiter tun). Aufmerksame Leser der Newsletter werden bemerkt haben, dass wir in den letzten Monaten vermehrt über Themen aus dieser Kairos-Wissenschaft geschrieben haben. Und ich hoffe, dabei ist auch unsere Begeisterung über diese Thematik mit rübergekommen.
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Kairos-Frage: Was ist denn Ihre Vernunft?

Christina Broda

Christina Broda

Kairos-Frage: Was ist denn Ihre Vernunft? Bei der Vorbereitung eines Kommunikationsseminars wurde mir neulich blitzartig bewusst, dass ich neben der genau gewählten Ansprache bzgl. Herkunft, Alter, Fachwissen, Charakter auf noch einen Punkt achten sollte, um mein Gegenüber gut abzuholen: seine/ihre Vernunft. Damit ist nicht gemeint, ob jemand irre ist oder bei klarem Verstand, sondern es geht um den Punkt, inwiefern etwas für jemanden ‘vernünftig’ im Sinne von bedeutungsvoll erscheint. Denn das, was für uns Bedeutung hat, ist auch das, womit wir in Beziehung sind und dort ist dann auch Kraft. In der Kairos-Wissenschaft unterscheiden wir drei Vernünfte: Die Wir-Vernunft, die Ich Vernunft und die Welt-Vernunft.

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Kairos – ein kraftvolles Werkzeug

Christina Broda

Christina Broda

Kairos- ein kraftvolles Werkzeug. Sie können sich nicht vorstellen, wie oft und vor allem penetrant ich Dr. Karl Hofmann während des Studiums der Kairos-Wissenschaft nach dem   e i n e n   Satz der Definition für „was ist Kairos?“ gefragt habe. Und immer kamen ganz tolle Antworten – aber immer andere. Irgendwann habe ich begriffen, Kairos ist so umfassend, Kairos lässt sich nicht auf einen Satz reduzieren. Wird landauf – landab der Kairos noch immer definiert als die günstige Gelegenheit, die es beim Schopfe zu packen gilt, so wissen wir alle inzwischen (Sie als aufmerksame LeserInnen der in dieser Gruppe veröffentlichten Texte und wir als Absolventen des Studiums), dass Kairos viel mehr ist.

Als einfachster gemeinsamer Nenner kann die ‚günstige Gelegenheit‘ für vom Thema völlig Unbeleckte noch gut herhalten. Doch Kairos als Navigator der menschlichen Zeit steht für eine erfüllte Zeit. Und wenn eine Zeit erfüllt ist, wir also völlig eins mit uns ganz und gar in unserem Tun aufgehen, weil wir unserer Berufung, also unserem inneren Ruf folgen, dann ist das sicherlich auch eine ‚günstige‘ Gelegenheit oder ein ‚günstiger‘ Zeitpunkt. Doch das mit dem ‚günstig‘ ist mir mit meinem jetzigen Wissen zu zufällig à la entweder die Gelegenheit kommt vorbei oder nicht und entweder ich packe sie beim Schopf oder nicht …
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Ja was denn nun? Ein Sehtest für das eigene Unternehmen.

Christina Broda

Christina Broda

Ein Sehtest für das eigene Unternehmen: Seit mehreren Lenk-Abenden beschäftigen wir uns bei Unternehmen KAIROS mit unserem Unternehmenstraum. Gabriela Linne hat dazu vor einigen Wochen schon etwas geschrieben. Am ersten Abend saßen wir voller Erwartung da, aber auch noch recht ‚selbstgefällig‘: Schließlich wissen wir ja, was wir machen, was wir unseren Kunden anbieten, wofür wir das machen.

Aber dann ging es über das „Ich bin Mediatorin und ich löse Konflikte so, dass meine Kunden wieder miteinander Umgang haben können“ weit hinaus. Die Frage nach der eigenen Fülle, also all dem, was wir als überwiegend Einzelunternehmer mitbringen, war noch relativ leicht zu beantworten. Sind wir als kontinuierliche Kairos-Dauer-Workshop-Teilnehmer doch gut darin geschult auf das Positive in uns und in der Welt zu achten. Daraus abgeleitet die Frage „Was kommt denn als Erstes durch die Tür, wenn ich einem Kunden begegne?“ war schon schwieriger zu beantworten. Was kommt denn da eigentlich durch die Tür? Was kann mein Kunde beim ersten Eindruck von mir und meiner Kompetenz, meinem Wesen, meiner Art ablesen?
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Innere Fülle: Ich wünsche Dir ausreichend.

Christina Broda

Christina Broda

Innere Fülle: “Ich wünsche Dir ausreichend.” Sind Sie sich ihrer inneren Fülle bewusst? Woran merken Sie das? Wie wirkt sie sich in Ihrem täglichen Leben aus? Leben Sie ganz bewusst die Möglichkeiten Ihrer Fülle? Die innere Fülle und wie wir sie immer bewusster in unser Leben bringen, ist inhaltlicher Schwerpunkt unserer Kairos- Workshops, in sämtlichen Variationen – doch läuft es am Ende immer wieder auf die Fülle zurück. Für die kontinuierlich am Workshop Teilnehmenden ist das ein großes Geschenk und viele positive Erfahrungsberichte zeugen davon, wie Fülle bewusst gelebt, Dinge in Fluss bringt und Dinge sich fügen lässt. Und es macht ja auch viel Freude, überhaupt erst einmal hinzuschauen, über welche Fülle an ‚Fülle‘ jemand verfügt – und meistens ist es dann auch noch viel mehr als gedacht. Manchmal erschlägt sie einen geradezu, bevor man sie liebevoll annehmen kann. In diesem Zusammenhang möchte ich heute eine Geschichte von Gabriele Ramos mit Ihnen teilen, die ich im Internet entdeckt habe: Ich wünsche Dir ausreichend:
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Alles ändert sich – immer!

Alles ändert sich – immer! So erfreut mich das ganze Jahr über ein immerwährender Kalender mit Achtsamkeitsübungen. Heute blätterte ich auf folgenden Spruch von Drukpa Rinpoche: “Das Leben ist ein Fluss. Wenn du es näher betrachtest, dann wirst  du sehen, dass sich alles in jedem Augenblick ändert.” Zeitraffer-Aufnahmen beweisen das auf besonders faszinierende Art. Vieles, das wir für fest und unumstößlich halten, ändert sich. Selbst eine trutzige Burg ändert sich über die Jahrhunderte: sie bekommt Risse oder wird von Moos und Rosen bewachsen. Stellen Sie sich vor, Sie sitzen tatsächlich an einem Fluss und eine besonders schöne Welle kommt daher geschwemmt. Wenn Sie dann die nächsten drei Wellen beobachten und dann doch finden, dass die erste Welle die schönste war – dann ist sie weg – für immer.

Oder Augenblicke. Wie oft im Leben möchten wir die Zeit anhalten, um den gerade erlebten Moment nie beenden zu müssen. Doch Chronos ist da unerbittlich. Die Zeit geht weiter und mit ihr vergeht irgendwann auch dieser Moment. Bei Menschen, die darauf geeicht sind, mit dem Auge des Mangels die Welt zu betrachten, ist dann oft ein großes Bedauern und Wehklagen zu hören.

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