Kategorie-Archiv: Kairos-Berufung

Subjektiv
Wahrhaftigkeit
Aufrichtigkeit
Integrität
Vertrauenswürdigkeit

Mut zum Brückenbauen

Tu es oder tu es nicht “Mut zum Brückenbauen”. Vor ein paar Tagen erreichte mich ein Text mit Gedanken von Kurt Rommel, Dichter und Pfarrer, die ich Ihnen mit herzlichen Neujahrwünschen gerne weiterreiche:

„Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen,
gib mir den Mut zum ersten Schritt.
Lass mich auf deine Brücken trauen,
und wenn ich gehe, geh du mit.

Ich möchte gerne Brücken bauen,
wo alle tiefe Gräben sehn.
Ich möchte hinter Zäune schauen
Und über hohe Mauern gehen.

Ich möchte gern dort Hände reichen,
wo jemand harte Fäuste ballt.
Ich suche unablässig Zeichen –
des Friedens zwischen Jung und Alt.

Ich möchte nicht zum Mond gelangen,
jedoch zu meines Feindes Tür.
Ich möchte keinen Streit anfangen,
ob Friede wird, liegt auch an mir.“

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Sei wer Du bist und sei erfolgreich.

KAIROS GedankeSei wer Du bist und sei erfolgreich. Mit erfolgreich meine ich in diesem Zusammenhang übrigens das „reiche Gefühl an angenehmen Geschehnissen“, die aus dem „Ich bin“ wie von allein entstehen. Doch beginnen wir noch einmal von vorn mit der Frage: „Wer sind Sie?“ Bzw. wenn Sie sich selbst die Frage stellen wollen: „Wer bin ich?“ Was antworten Sie dann? Zum Beispiel:

„Ich bin Vorname Nachname, verheiratet oder auch nicht, habe 1,2,3 Kinder oder auch nicht, wohne in X-Stadt in der Y-Straße, und mit meinem eigenen Unternehmen Name GmbH oder ähnlich seit 1,2,3 Jahren selbständig.“ Aha, antworte ich darauf: Sie sind also als zunächst einmal Ihr Name?“ Das würde ja bedeuten, dass Sie auf jeden Fall ganz genau wissen, wofür denn der Name überhaupt steht. Und dass Ihre Eltern bei der Auswahl des Namens schon entschieden haben, wer Sie jetzt und in Zukunft sind, wieviel Kraft Sie auf Ihrem Weg haben werden? Nomen ist Omen? Name ist Energie? Die Energie, die in einem Namen steckt, bestimmt alles Übrige? Und obendrein sind Sie dann auch noch Ihre ganze Familie durch den Nachnamen. Ist das wirklich so? Ich weiß, ich bin mal wieder radikal (im Sinne von tiefschürfend) und colombinisch (im Sinne des Pfennigfuchser-Ermittlers Inspektor Colombo) unterwegs.
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Der Innere Ruf

Christina Broda

Christina Broda

Der Innere Ruf: Wir haben uns schon öfter über die innere Stimme ‚unterhalten‘. Aber was ist denn eigentlich diese innere Stimme? Ist sie unser klügeres Selbst, weil sie uns ja manchmal rechtzeitig vor etwas warnt? Oder ist sie unser moralischeres, ethisch aufrechteres Selbst, weil sie ab und zu ja auch ganz schön doll mit uns schimpfen kann. (Frage am Rande: Wenn das passiert, spricht die Stimme Sie dann mit ‚Ich‘ oder mit ‚Du‘ an?). Vielleicht aber auch ist sie unser treuester Freund, immer da, und sie nimmt es uns nicht mal krumm, wenn wir sie wissentlich übergehen. OK, so weit zur inneren Stimme für die meisten von uns.
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Wer seinem Kairos folgt, …

Gabriela LinneIrgendwie bin ich in meinem Leben immer schon unbewusst meinem Kairos gefolgt. So kam es – seit ich mich selbst für vernünftig hielt – zu regelmäßigen „radikal-plötzlichen Entscheidungen“. Nur ich wusste dabei immer: Dieser vermeintlichen Plötzlichkeit ging eine lange Transformationsphase voraus, die aber nur in meinem Inneren stattfand und erst im letzten Viertel einer Zeitspanne äußerlich handelnd sichtbar wurde.

Menschen, die mich lange kennen, können so manch’ Lied davon singen. „Du bist immer wieder für eine Überraschung gut“, hieß es. „Na ja, ab 60 wird sich das doch wohl legen …?“ Weit gefehlt. Auch im Alter (was auch immer das sein mag) gibt es Aufbruchstendenzen und den Drang, „neu“ zu werden. Und genau das – Sie ahnen es schon – habe ich in den letzten vier Jahren erlebt.

Ein bisschen unterwegs wie eine Abenteurerin inklusive Wohnen im Hotel und Einlagerung meines „Hab und Gutes“ bin ich wieder zurück: mit neuer Firmierung, neuer Adresse, neuen Büroräumen, neuen Ideen und neuem Schwung zum Handeln. So manch Bisheriges durfte gehen, ganz viel durfte mit neuer Dynamik bleiben, einiges ganz Neues wird kommen. Ich freue mich sehr, vor allem das Neue so nach und nach mit Ihnen allen teilen zu dürfen. Schön, dass Sie da sind.

Wer seinem Kairos folgt, lebt nicht immer leicht-seicht vor sich hin, sondern durchschreitet Höhen und Tiefen, um wieder auf neue Höhen kommen zu können. Ich kann nur sagen: „Es lohnt sich.“ Und: Bitte geben Sie mir noch ein paar Tage Zeit, bis ich alle Daten überall korrigiert habe. Das Handeln braucht halt seine Chronos-Zeit.

Ihnen allen eine gute Woche und … folgen Sie Ihrem Kairos!
Ihre Gabriela Linne

Kairos-Leittext 6. Mai 2015

 

 

6. Mai 2015

Vom Dilettanten zum Spezialisten …

Dr. Karl Hofmann

Dr. Karl Hofmann

Vom Dilettanten zum Spezialisten zum Dilettanten: Beginnt nicht jeder echte Unternehmer als Dilettant? Ein Dilettant ist im wörtlichen Sinne ein Amateur, ein Liebhaber, ein Liebender, der irgendetwas Neues in seiner Kraft spürt. Egon Friedell schreibt: „Die menschlichen Betätigungen haben nur so lange eine wirkliche Lebenskraft, als sie von Dilettanten ausgeübt werden“ (Vom Schaltwerk der Gedanken, 75) und „Ein Dilettant ist sehr oft nichts anderes als ein Mensch, der eine neue Technik hat.“ (ebd., 78)

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Wenn einem Herz und Seele überquellen …

Christina Broda

Christina Broda

Wenn einem Herz und Seele überquellen, dann kann es nur etwas mit Kairos zu tun haben.„Ja, klar“, mögen Sie jetzt vielleicht denken, „muß sie ja nun sagen, als eine Kairos-Trainerin“. Ich gebe ja zu, ich möchte Sie gern für all das Großartige der Kairos-Wissenschaft gewinnen, weil ich inzwischen so davon überzeugt bin, wie richtig gut die Lebensqualität wird, wenn jemand in seinem Kairos lebt. Und die letzte Woche war diesbezüglich besonders Kairos erfüllt … Sie haben vielleicht mitbekommen, dass einige der ausgebildeten Kairos-Trainer in der letzten Woche an der Kairos-Sommer-Woche im Kloster Maria Laach in der Eifel teilgenommen haben. Unter der Leitung von Dr. Karl Hofmann und Gabriela Linne haben wir uns eine Woche intensiv mit verschiedenen Aspekten der Kairos-Wissenschaft beschäftigt.

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Wie komme ich auf den richtigen Weg?

Gabriela Linne

Gabriela Linne

Wie komme ich auf den richtigen Weg? Letzte Woche Donnerstag hatten wir in einem Kairos-Workshop das große Vergnügen, einem Vortrag von Dieter Müller lauschen zu dürfen. Das Thema: Entscheidungsfindung … was soll ich tun? Sehr schön beschrieben in diesem kleinen Dialog zu Beginn des Vortrags: “Wie komme ich auf den richtigen Weg?” fragt Alice den Hasen. “Es kommt drauf an, wo Du hin willst”, antwortet dieser. “Ich weiß es nicht”, antwortet Alice. “Ja dann”, sagt der Hase, “ist es ganz einfach. Du kannst den einen oder den anderen Weg wählen. Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist die Wahl des Weges unwichtig.” (Aus Alice im Wunderland)

Alle, die sich mit Kairos beschäftigen, wissen längst, dass alle Menschen einem tief im Inneren verwurzelten Ziel folgen. Dieses Ziel können wir über die Gefühlsseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen Liebe, Frieden und Freude.“ Wir können es aber ebenso gut über die Ratioseite beschreiben und sagen: „Wir alle suchen den richtigen Platz für uns, an dem wir bedeutungsvoll wirken können.“ Klingt schön, stimmt’s?

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Ja was denn nun? Ein Sehtest für das eigene Unternehmen.

Christina Broda

Christina Broda

Ein Sehtest für das eigene Unternehmen: Seit mehreren Lenk-Abenden beschäftigen wir uns bei Unternehmen KAIROS mit unserem Unternehmenstraum. Gabriela Linne hat dazu vor einigen Wochen schon etwas geschrieben. Am ersten Abend saßen wir voller Erwartung da, aber auch noch recht ‚selbstgefällig‘: Schließlich wissen wir ja, was wir machen, was wir unseren Kunden anbieten, wofür wir das machen.

Aber dann ging es über das „Ich bin Mediatorin und ich löse Konflikte so, dass meine Kunden wieder miteinander Umgang haben können“ weit hinaus. Die Frage nach der eigenen Fülle, also all dem, was wir als überwiegend Einzelunternehmer mitbringen, war noch relativ leicht zu beantworten. Sind wir als kontinuierliche Kairos-Dauer-Workshop-Teilnehmer doch gut darin geschult auf das Positive in uns und in der Welt zu achten. Daraus abgeleitet die Frage „Was kommt denn als Erstes durch die Tür, wenn ich einem Kunden begegne?“ war schon schwieriger zu beantworten. Was kommt denn da eigentlich durch die Tür? Was kann mein Kunde beim ersten Eindruck von mir und meiner Kompetenz, meinem Wesen, meiner Art ablesen?
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Der Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer

Thorsten AbraXas Ophaus

Thorsten AbraXas Ophaus

Über den Künstler und Unternehmer Albrecht Dürer: Zu Weihnachten verschenkten wir einen Besuch im Städel zur Sonderausstellung „Albrecht Dürer“. Ein großartiger Künstler! Da kommt das Geschenk sicherlich gut an und wir tun etwas für unsere Bildung. Doch was ich dann in der Ausstellung über Albrecht Dürer erfuhr, lies mich als Unternehmer aufhorchen und die These formulieren: „Wäre Dürer heute statt vor 500 Jahren aktiv, wäre er der Manager eines Weltunternehmens!“ Albrecht Dürer machte von sich reden, weil er eine unerreichte Lebendigkeit und Realität in seinen Werken erzielte. Schon früh muss er realisiert haben, dass Vorbereitung und Forschung den Erfolg eines Produktes bringt. Im Städel waren zu vielen seiner Werke die erfolgten Vorarbeiten, in denen er neue Techniken entwickelte, zu sehen. Für seine Portraits und Tierwerke machte Dürer anatomische Studien. So waren in der Ausstellung auch von Ihm erschaffene Goldschmiedearbeiten zu sehen. Diese hatte er in der Goldschmiede seines Vater erstellt, um sie dann später in seinen Gemälden zu verwenden.
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Kairos-Frage: Arbeiten bis 67 – Wirklich?

Jürgen Hopp

Jürgen Hopp

Eine Kairos-Frage lautete kürzlich: Arbeiten bis 67 – Wirklich? Jürgen Hopp schreibt dazu: Eines meiner Lieblingsthemen ist und bleibt die Beschäftigung. Dieses Thema ist auch unter vielen Menschen um mich herum eines. Sehr gerne wird dies im Zusammenhang gesehen mit der Frage „Wie lange soll ich das tun?“ oder womöglich sogar „Wie lange muss ich das tun?“ …und dann gibt es Antworten, die in vielen Fällen „bis zum 62. Lebensjahr!“  oder „bis zum 67. Lebensjahr“  lauten.  Und hier stelle ich fest, dass die „62“ häufiger genannt wird als die „67“!

Vor Jahren habe ich einen Beitrag über einen Spritzenhersteller in den USA gesehen. Es ging insbesondere um die Atmosphäre innerhalb des Betriebes – einer Werkstatt, die für die Nadeln bzw. deren Fabrikation verantwortlich war. Die Stimmung unter den Beschäftigten war ansteckend heiter und ich dachte mir noch dabei: „Ja, so soll ein Betriebsklima sein!“ Es wurde gezeigt, wie dort herzlich miteinander gelacht wird, jeder jeden kennt (wir reden über ca. 20 Leute – Weiblein wie Männlein), die Angestellten reine Freude den ganzen Tag über versprühen und zudem sehr respektvoll mit ihrem Gegenüber umgehen – sie hatten schlichtweg Spaß bei ihrem Sein und Tun (und haben es heute sicher auch noch).
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