Kategorie-Archiv: Bohl, Anke

Ansprache an den Zweifel

Ansprache an den Zweifel: Kennen Sie Ihren Zweifel? Diese kleinen Worte: „JA, ABER …“ und schon ist er da: MEIN Zweifel. Also ICH möchte so bleiben, wie ich bin, und immer mutig, voller Vertrauen und innerer Überzeugung durch jeden Tag gehen. Aber: mein lieber Zweifel, der steht doch tatsächlich immer wieder mal „ungebeten“ haushoch vor mir und schaut auf mich runter. Ich denke und starre von unten hoch: Doofer Zweifel, warum stehst Du da eigentlich so groß vor mir?

Oh, da meldet sich etwas in meinem Innern. Mein EGO sagt plötzlich: „Na ja, vielleicht bist Du ja einfach nicht gut genug. … Und schon zucke ich zusammen und fühle mich ganz klein.

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Innere Bilder oder: So bunt kann Leben sein.

Innere Bilder oder so bunt kann Leben sein: Neulich war ich in einem Kunstmuseum. Interessant. Alle Stilrichtungen quer durch die Jahrhunderte waren vertreten. Von den Anfängen bis zur Moderne. Aufgeschlossen schaute ich mir die Bilder an und dachte: Warum stoßen mich manche der Bilder ab, andere sind mir gleichgültig und noch andere berühren mich auf eine ganz merkwürdige Art. Ich wendete mich meiner Freundin zu, die mit mir das Museum besuchte, und machte sie „verzückt“, auf ein modernes Werk mit viel Farbe (gelb, blau, rot) einer gelben Kugel in der Mitte aufmerksam. Mit Begeisterung gab ich von mir, was ich alles darin sah. Völlig perplex schaute sie auf das Bild, hörte meine Worte und sagte: „Tja, wenn Du meinst. …“

Für mich strahlte dieses Bild Wärme und Geborgenheit aus. Ihr dagegen war es zu bunt, und die Farben regten sie sogar auf, da sie – wie sie fand – so chaotisch angeordnet waren. Warum schauten wir nun beide auf das gleiche Bild, aber jeder mit einer anderen Wahrnehmung. Rührte das Werk in uns, in unserem Gefühl oder Verstand, etwas Erlebtes, Erfahrenes an?

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Weihnachtslaune? Weihnachtshetze? Weihnachtsstille.

Weihnachtslaune? Weihnachtshetze? Weihnachtsstille. WEIHNACHTEN- Oh Du fröhliche … Markt und Straßen steh’n verlassen, still erleuchtet jedes Haus, sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus… (Joseph von Eichendorff)

Willkommen auf der Erde: Eine liebe Kollegin schrieb mir „Vor Weihnachten ist immer viel los in unserer Branche. Alles muss bis dann fertig werden. Geht Weihnachten die Welt unter? Man hat manchmal den Eindruck …“ Was denn nun? Frieden und Besinnlichkeit – oder –Jahresabschluss,
Hektik, Stress und Weltuntergang. Haben Sie sich schon entschlossen? Mir fällt das schwer! Warum? Auf mich trifft beides zu. Das Jahr hat nun mal 12 Monate. Und – nach 12 Monaten wird bekanntlich abgerechnet. In vielen Bereichen. Und ausgerechnet in diese Zeit fällt Weihnachten. Da wo die Hektik so richtig am Toben ist und der Tag am besten 48 Stunden hat, da sollen wir uns auf das wichtigste Ereignis unserer christlichen Kultur besinnen. Komisch.

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Gefühle! Gefühle???

Gefühle! Gefühle??? Was mache ich nur damit? Alle reden von Gefühlen oder auch – Unternehmer gemäß – von Emotionen. Das Thema beschäftigt; wie wir in unserer virtuellen Kairos-Gruppe zu dem Thema „Gestern Abend“ nachlesen können. Mich beschäftigen „Gefühle“ schon seit Jahrzehnten. Auch beruflich. Nur schlauer, wirklich schlauer bin ich noch nicht. Klar, ich weiß, ich soll immer schön gelassen – modern gesprochen „cool“ sein. Das ist besser fürs Herz, für die Nerven. Weniger Stress ist sinnvoll – heißt es. Dazu habe ich auch schon jede Menge Strategien ausprobiert, zum Beispiel:

Joggen: Ich lief, was das Zeug hielt, war so erschöpft, okay in dem Moment blieb mir die Puste zum Ärgern weg. Brüllen: Au ja, dass kann ich, das befreit. … Oder: Im stillen Kämmerlein in mich gehen, das hat auch schon funktioniert.

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Ihr Gedanken-Gewächshaus

Ihr Gedanken-Gewächshaus: Was haben Sie gepflanzt? Haben Sie schon davon gehört? Der Künstler Claus Bury hat eine begehbare Skulptur entworfen: „Das Gewächshaus für Gedanken“, eine Holzkonstruktion, sehr luftig. Um die Sicherheit für die Nutzer war ein Streit in seiner Heimatstadt entbrannt. Könnte womöglich ein Besucher (Denker) beim Besichtigen (Denken) herausfallen? Diese Skulptur stand auch schon in anderen Städten zur Besichtigung und Nutzung, aber dort gab es keine Bedenken. (FAZ 14.07.2010)

Ich las den Artikel, schaute mir die Skulptur an und dachte, „Mensch, haben die Denkprobleme“. Plötzlich durchfuhr es mich … Ja klar. Könnten in einem so „luftigen“ Gewächshaus die Gedanken der Besucher womöglich „durchlüftet“ werden? So dass „lieb gewordenes“ Gedankengut des Denkers quasi „verunglückt“? Hatte vielleicht der Künstler, der Erbauer des Gewächshauses genau das gewollt? Ich dachte: „Was alles könnte ein Besucher in das “Gewächshaus für Gedanken” hinein tragen und was könnte dabei passieren?“
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