Kategorie-Archiv: Bohl, Anke

Träume von Helden oder Heldenträume

Haben Sie auch manchmal Heldenträume. Sehnen Sie sich manchmal auch danach, so taff wie Angelina Jolie oder cool wie George Cloony zu sein? Nein? Sie verdrehen jetzt sogar die Augen? Hier eine wahre Begebenheit.

Neulich erzählte mir eine liebe Bekannte, dass Sie eben diesen George Cloony (das Foto natürlich) bei sich im Kleiderschrank hängen hat. Ich grinste, immerhin sind unsere Teenager-Tage schon des Längeren vorbei. Auf mein Lachen meinte Sie: „Ich finde den einfach toll  und im Schrank sehe ich den jeden Tag.“

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Kairos-Trainer: Was Hänschen nicht lernt,

So oder so ähnlich: Mit dem Spruch “Was Hänschen nicht lernt, …” bin ich groß geworden. Als ich in meinem Urlaub in der Eifel weilte und mich morgens intensiv mit meiner gerade abgeschlossen Ausbildung zum Kairos-Trainer beschäftigte, wurde ich auf das Heftigste mit diesem Satz aus meiner Kindheit überrascht.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Das war ein Lieblingsspruch meiner Großmutter und bezog sich in erster Linie auf „gute“ Umgangsformen. War es also versäumt worden, das „schöne Händchen“ der Tante und dem Onkel zu reichen … pfui … schon war die Prophezeiung eben „Hans und Hänschen“ und die Karriere geplatzt. Auch in der Schule sollte der Satz seine Bedeutung haben. Mathematik war für mich … nun ja … schwer. Ich fand mich ab, das war eben eine Schwäche von mir. Meine Stärken lagen woanders. Um dieses Mathe-Thema , war mir klar,  würde ich zeitlebens einen großen Bogen machen …

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Das Arbeitsloch und eine Raus-Komm-Idee

Ich jedenfalls sitze gerade in einem solchen Arbeitsloch. Na, schauen Sie jetzt unter Ihren Schreibtisch und suchen? Ist hier etwa auch ein Loch? Denn auf dem Schreibtisch stapeln sich die Haufen? Bei mir auch. Rechts und links auf meinem Schreibtisch sind unschöne Häufchen gewachsen. Oh ha, was da so alles in den letzten Wochen liegen geblieben ist. Warum, fragen Sie?

Es gab viel zu tun und ich habe obendrein eine Aus- und Weiterbildung gemacht. Das kennen sie sicher. Sie gehen auf Fortbildung oder sind sehr in ein neues Projekt involviert oder gehen mit Hingabe einer Tätigkeit nach. Sie sind begeistert von ihrem Tun, alles um Sie herum versinkt in Vergessenheit, und nur noch die Aufgabe steht im Vordergrund. Sie arbeiten mit Inbrunst und dann … irgendwann … sind sie fertig! Alles geschafft! Toll!

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Kairos-Frage: Sind Sie gut verpackt?

Diese Wohlfühl-Frage, aus meiner heutigen Sicht eine Kairos-Frage, stellte mir meine Mutter immer und sagte dazu: „Kind zieh dich warm an, denn es ist draußen kalt.“ Und wer friert, fühlt sich unwohl. Also habe ich mich immer schön warm angezogen.

In der Schule stellte ich denn bald fest, dass so manche meiner „Verpackungen, sprich Kleidungsstücke, bei meinen Klassenkameraden Belustigung hervorriefen. Das war blöd. Daraufhin fing ich an, mich an anderen zu orientieren, was die denn so als Kleidungsstücke anzogen. Da waren zum Beispiel Sweatshirts „in“. Nun hatte ich ein Problem. Denn diese Kleidungsstücke sahen an mir einfach doof aus. Ich trug sie aber trotzdem, denn wer „in“ sein wollte, trug Sweatshirts. Und so entstand meine erste „richtige“ Verpackung. Zuhause nämlich trug ich keine Sweatshirts.

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Haben Sie einen guten Unternehmens-Atem?

Bitte wie? Unternehmens-Atem? Denken Sie gerade: Das sind doch zwei Begriffe, die in keiner Beziehung zueinander stehen …! Der Atem ist für mich als Schauspielerin notwendig, um gut und
laut zu sprechen. Im Sport brauchen wir Luft für die Ausdauer. Im Yoga führen die Atemübungen zu einer Zusammenführung von Geist und Körper. Kann ich gut mit meinem Atem umgehen, bin ich entspannter.

Und in meinem Unternehmen? Brauche ich da Luft? Sogar einen „wohlriechenden“ Atem? Schauen wir uns doch mal den Volksmund an: „Es verschlägt einem den Atem“ oder „einen langen Atem haben“ oder „der Fisch stinkt vom Kopf“ … Mir fallen da schon Unternehmensassoziationen ein …

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Weihnachten ohne Geschenke?

Weihnachten ohne Geschenke? Haben Sie schon alle Geschenke für das Fest? Oh nein, werden Sie vielleicht jetzt rufen. Schon wieder dieser Stress. Jedes Jahr diese Geschenke. Dabei wollten wir sie doch schon seit Jahren abschaffen. In einem Jahr haben wir es in der Familie geschafft. So eben ganz ohne Geschenke. Da saßen wir alle zusammen. Haben schön gegessen. Hmmh, und dann … dann … dann war da ein Loch. Das war die Zeit, wo es eben immer die Geschenke gab. Jetzt schauten wir uns nur noch in der Familie an. Keiner sagte etwas über die Socken, oder das Oberhemd mit Krawatte, die Handtasche, das Parfum. Nur die Musik „Oh du fröhliche“ plätscherte im Hintergrund.

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Kairos-Resonanz: Haben Sie Ihr Gegenüber lieb?

Eine typische Kairos-Resonanz-Frage lautet: “Haben Sie Ihr Gegenüber lieb?” Die Frage mutet wahrscheinlich etwas komisch an, stimmt’s? Ich stolperte neulich über sie, als ich mich mal wieder über mich selbst ärgerte. Folgendes war passiert: In einem Verein, dem ich schon seit Jahren angehöre, hatte die Leitung gewechselt. Und prompt änderte sich auch der Tonfall in den Rund- schreiben stark, was mir sehr missfiel.

Als wieder ein Rundschreiben „mit vergriffenem Tonfall“ zu mir ins Mailfach flatterte, hatte ich genug und kündigte per Mail. Fühlte mich allerdings wegen der langen Zugehörigkeit verpflichtet, statt der formlosen Kündigung eine Begründung nachzuliefern. Ich formulierte sie – meiner Ansicht nach – ziemlich nett und verschleierte den eigentlichen Grund: meinen Ärger über die Ausdrucksform des neuen Vorstands. Ich fand den Typ beim Lesen seiner Rundschreiben nämlich einfach nur „doof“.

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Herbstspagat: ein gutes Training in Umbruchzeiten

Herbstspagat: ein gutes Training in Umbruchzeiten. Kennen Sie noch aus Ihrer Schulzeit den Spagat? Diese Übung, wo Sie die Beine vorne und hinten am Boden auseinander bekommen
mussten. Genau, das tat richtig weh und bis ganz nach unten auf den Boden habe ich es eh nie geschafft. Der Schmerz war zu groß. Was hat nun dieser Spagat mit der Jahreszeit Herbst zu tun? Na ja, auch der Herbst ist für mich ein Spagat. Nämlich mit dem einen Bein bin ich noch im Sommer. Gut zu sehen an meinen Sommergeranien im Garten. Aber durch das veränderte Licht, vom grellen Sommergelb zum goldenen Herbstgelb, sehen diese ziemlich fehl am Platz aus.

 

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Eine Sandburg bauen, bevor Sie Wichtiges besprechen.

Eine Sandburg bauen, bevor Sie etwas Wichtiges besprechen? Haben Sie überhaupt schon einmal eine richtig schöne Sandburg gebaut? Jeden Sommer strömen viele Bauwillige mit Schaufel und Eimer bewaffnet an die Strände. Und da, da stehen sie: Die Sandburgen. Wer jetzt nur an Kinder denkt, der irrt. Ich habe es selbst am südfranzösischen Strand, quasi „undercover“, getarnt als Urlauberin, beobachtet. Denn um mich herum ist kräftig gebuddelt worden.

Meistens fangen die Kinder an und die Eltern unterstützen sie tatkräftig. Dann kommt’s: Das Kind verliert die Lust. Trotzdem bauen die Mutter aber öfter noch der Vater versonnen weiter. Und das mit Ausdauer. Da werden tiefe Gräben gezogen, und die Türmchen und Verzierungen sind liebevoll kreiert. Eine Sandburg ist schöner als die andere. Ein Vater hat zusammen mit seiner Tochter eine Sandburg gebaut. Die Tochter stellt oben auf den höchsten Turm ihre Barbie-Puppe und der Vater stellt sechs fresswillige Plastik-Haifische unten an den Burgberg. Was wollen uns die beiden wohl damit sagen? Das Mädchen möchte vielleicht eine Prinzessin auf einer Burg sein, die von ihrem Prinzen gerettet wird. Und der Vater mit seinen Haifischen??? Der mag vielleicht keine Barbie Puppen und möchte sie deshalb lieber fressen oder gefressen sehen? Egal, was die beiden sich vorgestellt haben, die Frage ist doch:

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Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten?

Kairos-Frage: Durchhalten oder aushalten? Wie hätten Sie’s denn gerne? Neulich beim KAIROS- Morgen-Workshop hatten wir ein Thema, das mich noch heute beschäftigt. Und ich würde Sie gerne in meine Überlegungen einbeziehen. Thema war: das Durchhalten durchhalten. Eine Teilnehmerin fragte, wie war das noch mal? Das Aushalten aushalten? – oder so ähnlich … und schon waren wir in der Diskussion.

Was ist nun AUSHALTEN und was ist DURCHHALTEN? Scheinbar dasselbe? Auch die Lexika helfen wenig, denn die Unterscheidung ist minimal. Kurz darüber nachgedacht: „Easy. Ist doch dasselbe.“ Wirklich? Also in beiden Worten steckt „halten“, okay. Aber wie unterscheide ich „aus-“ und „durch-“halten“? Wenn ich etwas aushalte, steckt für mich Schmerz drin, aua.

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