Über bedeutungsvolle Ereignisse

Das SammelglasÜber bedeutungsvolle Ereignisse und warum wir sie sammeln sollten.

Von Jürgen Hopp: “Ich habe aktuell zwei Dinge festgestellt: Zum einen ist es schon etwas her, dass ich von mir habe hören lassen – zum anderen meinte ich in der verstrichenen Zeit, es sei in meinem Leben einfach nichts Bedeutsames geschehen. Doch nun fiel mir ein, was mir mein geschätzter Kollege Olli Köhl Anfang des Jahres mit auf den Weg gab: Im Januar dieses Jahres führte ich meine Zielplanung mit verschiedenen mir bekannten Techniken durch. Als Add-On erklärte mir Olli, ich könne doch ein Glas, einen Behälter, eine Vase oder whatever nehmen, meine Erfolge auf einen Post-It schreiben und diese im Laufe des Jahres sammeln. Nun haben wir ja immer zwei Möglichkeiten: Lassen wie es ist (quasi Sein-lassen) oder Machen! Und wer meine bisherigen Newsletter gelesen hat, weiß, dass ich (wenn möglich) lieber ausprobiere. Entweder gefällt es mir oder nicht. So oder so, es bringt mich weiter in meiner Erkenntnis!

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Loslassen ist eine besondere Form der Liebe.

KAIROS-Gedanke Loslassen ist eine besondere Form der Liebe.
Erinnern Sie sich noch an die Startphase Ihrer Selbständigkeit? Gut vorbereitet mit allen Zahlen, Daten, Fakten machten Sie sich vielleicht daran, Fünf-Jahresziele, Jahresziele, Monatsziele und Wochenziele zu formulieren. Bezogen auf Wunschkunden, auf langfristige Wunschverträge, auf Wunschaufträge …

Da ich durch die strenge Schule meines Vaters genauso „erzogen“ wurde, habe ich das natürlich gemacht. Mein Unternehmen lief gut an. Ich hatte schnell viel zu tun. Und so manches Mal wurde mir das „Beobachten meiner Ziele und Bangen um die Erfüllung“ einfach zu viel. Irgendwann – Monate später – viel mir etwas Ulkiges auf: Viele tolle Kunden arbeiteten mit uns zusammen, allerdings ganz andere als „formuliert“. Langfristige Verträge gab es überhaupt keine. Gute Aufträge, die ich mir nie hätte ausdenken können, waren reichlich vorhanden und … mündliche Zusagen zur langen Zusammenarbeit.

Mmmmh!? Meine Wunschkunden, Wunschverträge und Wunschaufträge standen immer noch in meinem Wochenkalender. Ich entschied: „Das lass ich mal sein mit dieser anstrengenden, wöchentlichen Aufschreiberei. Ich mache einfach locker weiter, wie bisher. Ich tue das, was ich gut kann und was mir Freude macht. Ich gebe immer mein Bestes und vertraue darauf, dass zu mir kommt, was zu mir gehört. Fertig! Wenn es mir dann mal gefällt, schaue ich (zum Wundern) auf meine „Das-will-ich-haben-Liste“.
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Über das Glücklichsein und was Sie dafür aufgeben sollten.

KAIROS GedankeÜber das Glücklichsein:
Alle wollen glücklich sein. Am besten so, dass alles bleibt, wie es ist, und das Glück einfach noch dazu kommt. Doch: Geht das überhaupt? Denn wenn ja, warum gelingt es dann nicht viel, viel häufiger viel mehr Menschen. Meine Antwort dazu: Weil es Dinge, Verhalten, Automatismen gibt, die unser Glücklichsein offensichtlich verhindern. Welche das sein können, fand ich bei Purpose Fairy, Ideas and suggestions about life (2012). www.purposefairy.com. Sie lauten so:

Geben Sie auf, für andere „richtig“ sein zu wollen. Anfangs fällt es vielleicht schwer, wenn andere signalisieren: „Du bist verkehrt.“ Denken Sie doch mal: Ich bin gut so, wie ich bin.

Geben Sie auf, alles kontrollieren zu wollen. So erlauben Sie auch anderen, zu sein, wie sie eben sind. Und wissen Sie was: Die anderen sind auch richtig – auf ihre Art.

Geben Sie auf, zu tadeln, zu beschuldigen, zu rügen. Sich selbst und andere. So behalten Sie Ihre Kraft und übernehmen Verantwortung für Ihr Leben.

Geben Sie auf, selbst verletzende Selbstgespräche zu führen. Oder glauben Sie immer noch, was Ihre Tonbänder im Kopf Ihnen schon seit Jahren erzählen? Schalten Sie sie ab.
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Lachen Sie viel? Prima!

KAIROS-GedankeLachen Sie viel? Prima!
20. Januar 2011. Aus einem Artikel der Süddeutschen: Zitat: „Ja. Der Erfolg eines Unternehmens hängt tatsächlich maßgeblich davon ab, wie viel dort gelacht wird.“ „Ach was!“ dachte ich gleich. Was ein Glück bin ich einer lachfreudigen Familie groß geworden und selbst eine groß Lach-Freundin. Dazu angeregt, auch beim Arbeiten immer schön zu lachen, wurde ich schon im Alter von ungefähr vier Jahren durch meinen sehr humorvollen Vater. In seiner Werkstatt, die mich wegen des tollen Holzgeruchs so anzog, durfte ich nur „mithelfen“, wenn ich mit einem Riesen-Handbohrer in der kleinen Hand lachend sprach oder sang: „Ich möcht‘ jetzt gern zwei Löchern bohr’n“ Lachend, wohlgemerkt. Nur das zählte. Klar weiß ich heute, dass mein Vater dabei den größten Spaß hatte. Für mich war seither klar: „Arbeiten soll mich fröhlich machen!“

Und plötzlich steht, was ich seit meiner Kindheit beherzige, in diesem neuen Zusammenhang in der Zeitung. Schauen wir doch noch ein bisschen genauer hin: Klemens Kalverkamp, Geschäftsführer des Familienunternehmens Grimme, Weltmarktführer für Geräte zum Anbau von Kartoffeln, sagte den oben zitierten Satz zu Elisabeth Dostert, die das Interview führte.
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Wenn Lügenbohrer festsitzen:

KAIROS-Gedanke 1Jun16Wenn “Lügenbohrer” festsitzen:
Unser Leben ist garniert mit Lügen. Wem und wozu auch immer sie dienen sollen. Schon Kinder bedienen sich ihrer, wenn sie etwas „vermeiden“ möchten. Psychologen nennen es Anpassungsstrategie, die den Menschen effektiver mit seiner Umwelt interagieren lasse. Was auch immer mit effektiver gemeint ist. Von innen nach außen betrachtet, folgen Lügen demnach einem Sinn. Nennen wir es einfach mal „Sinn nach Verschönerung des Lebens“. Doch welchen Sinn mögen dann wohl Lügen haben, die gegen sich selbst gerichtet sind?

Zwei Zitate von Dostojewski sollen uns bei der Betrachtung weiterhelfen: Erstens: „Die Selbstlüge beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge.“ Und zweitens: Die Hauptsache ist, belügen Sie sich nicht selbst. Wer sich selbst belügt und auf seine eigene Lüge hört, kommt schließlich dahin, dass er keine einzige Wahrheit mehr, weder in sich noch um sich, unterscheidet. Das aber führt zur Nichtachtung sowohl seiner selbst als der anderen. Wer aber niemand achtet, der hört auch auf, sich selbst zu lieben; um sich aber ohne Liebe zu beschäftigen und zu zerstreuen, ergibt er sich den Leidenschaften.“
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Manchmal fühl’ ich mich so lahm, …

KAIROS-GedankeManchmal fühl ich mich so lahm, …
„So ein Mist! Jetzt bin ich schon wieder genau die 10 Minuten zu spät aufgestanden, die aus einem neuen friedlichen Morgen ein einziges Gehetze werden lassen. Dabei hatte ich es mir zum wiederholten Male ganz fest vorgenommen, es endlich zu schaffen, Es endlich zu schaffen, um sechs aufzustehen und eben nicht erst um viertel nach. Ich bin langsam echt richtig verzweifelt. Ich bin langsam auch echt sauer auf mich. Morgen für Morgen das gleiche Spiel. Seit Monaten geht das nun so.”

Seit Monaten … Augenblick mal! Wann hat das morgendliche „Drama“ überhaupt angefangen? „Früher“ war ich morgens oft so früh fertig, dass ich noch das Eine oder Andere im Haushalt erledigen konnte, bevor ich mich auf den Weg machte. Was war bloß der Auslöser? Vielleicht schlafe ich einfach viel zu wenig und das macht sich jetzt auf einmal bemerkbar? Evtl. halten mich ja auch irgendwelche Sorgengeschichten länger „in den Federn?“
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Lebensfalle Demütigung! Ist Rauskommen möglich?

KAIROS-GedankeLebensfalle Demütigung! Ist Rauskommen möglich?
Heute kann ich nicht mehr genau nachvollziehen, wie lange mich das Thema „Demütigung“ schon beschäftigt. Übrigens ohne auch nur ansatzweise zu ahnen, dass es sooo heißt. In meinem Bauch wirbelte – seit ich „denken“ kann – ein Gefühl umher, das ich immer mit den Worten beschrieb: „Irgendetwas stimmt hier nicht!“ Nur was? Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Erwachsen-werden-Zeit und die Fragen an meine Mutter: „Warum können Menschen sich nicht einfach lassen, wie sie sind? Warum müssen sich Menschen quälen?“ Sie konnte darauf nur antworten: „So ist es eben.“ Nach zahlreichen Studien und der Beschäftigung mit allen mir begegnenden Lebensthemen fand ich vor geraumer Zeit eine Erklärung. Und entdeckte eine „Falle“, in der viele Menschen immer wieder landen. Sie trägt den Namen „Demütigung“. Der Begriff alleine löst in mir schon genau das Unbehagen aus, das ich seit meiner Kindheit kenne. Gefunden habe ich ihn übrigens auf der Suche nach der Liebe, unter anderem in einem religiösen Erklärungsmodell, in dem ich las: Liebe ist Demut. Bei diesem Satz stockte ich: Ist Liebe wirklich Demut?? Was ist denn Demut überhaupt? Unterwürfigkeit? Selbsterniedrigung? Doch wenn ich in Demut lebe, demütige ich mich doch selbst?! Oder lasse mich demütigen!?
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Wie soll Ihr Tag heute sein?

KAIROS-Gedanke Wie soll Ihr Tag heute sein? Die ersten 10 Minuten entscheiden!
Lynn Taylor, Arbeitsplatz-Expertin und Buchautorin, sagt zu den ersten 10 Minuten des Tages: „Diese kurzen Momente bestimmen Eure geistige Haltung, weil sie ein erster Eindruck des bevorstehenden Tages sind.“ Was also ist zu tun, damit Ihr Tag heute „gelingt“?

1)   Seien Sie pünktlich! Stehen Sie früh genug auf und kommen in Ruhe an. Den morgendlichen Stau kennen Sie doch schon. Also fahren Sie einfach früher los.
2)   Reflektieren Sie! Was ist heute dran? Wo will ich heute hin? Was kann ich schaffen?
3)   Seien Sie präsent! Kommen Sie wirklich dort an, wo Sie sind. Auch innerlich.
4)   Strecken und dehnen Sie sich noch einmal, bevor Sie mit Ihren Aufgaben beginnen. Ich gehe davon aus, dass Sie sich das erste Mal vor dem Aufstehen gestreckt haben.
5)   Sorgen Sie für gutes Licht und einen guten „Sitz“! Sie geben Ihrem Körper damit das Gefühl, dass er sich wohlfühlen kann bei seinem Tun. Sonst wird er kribbelig.
6)   Organisieren Sie sich! Befreien Sie Ihren Arbeitsplatz von allem, was Sie gerade nicht brauchen. Nehmen Sie nur das in den Fokus, womit Sie JETZT arbeiten wollen.
7)   Überprüfen Sie Ihre „Krötenliste“ (die Sie hoffentlich haben) und setzen Prioritäten.
8)   Machen Sie sich ein Bild davon, wie Ihre erste Aufgabe ausgehen soll. Setzen Sie also quasi ein „positives Dia“ ein und bewegen sich in dieser Stimmung vorwärts.
9)   Beginnen Sie dann konsequent und rigoros mit den Aufgaben Ihres Tagesplans. Auch wenn Sie keinen schreiben, einen inneren Tagesplan hat jeder. Da bin ich mir sicher.
10)  Arbeiten Sie immer nur an einer Sache. So können sich richtig in die Aufgabe hineingeben und darauf vertrauen, dass Ihnen immer die besten Lösungen einfallen.
11)  Umgehen Sie Ablenkungen. Sie verlieren sonst die Konzentration und verpassen möglicherweise Ihre eigenen „Ideen“. Ein guter Einfall ist oft schnell wieder vergessen.
12)  Lernen Sie Nein zu sagen. Nein zu Ablenkungen und Nein zu Unterbrechungen.
13)  Blenden Sie jegliche Form von Negativität aus. Sei es das laufende Radio oder die Geschichten, die Ihnen irgendjemand „einfach mal eben so“ erzählen möchte.
14)  Begrüßen Sie Ihre Kollegen, Ihr Team, Ihre Mitarbeiter mit einem Lächeln und einem fröhlichen „Guten Morgen“. Menschen wollen gesehen werden. Jeden Tag neu.
15)  Schätzen Sie die Stimmung der Kollegen, des Teams, der Mitarbeiter ein und stellen sich drauf ein. Sie können nämlich im Moment nichts daran ändern.
16)  Lassen Sie sich niemals auf die „schlechte Stimmung“ von anderen ein. Es ist deren Leben. Lächeln Sie weiter und beschäftigen sich wieder mit Ihrer Aufgabe.
17)  Fühlen Sie dankbar Ihre gute Stimmung mit dem Wissen: „Ich habe dafür gesorgt!“
18)  Denken Sie nach, wie und ob Sie anderen behilflich sein können. Wenn es passt.
19)  Lesen Sie hereinkommende „Post“ (elektronisch oder sonstige) strategisch. Also nur das, was gerade zu Ihrer Aufgabe passt. Ansonsten machen Sie bewusst eine Pause und gönnen sich den Blick auf Neues. Und dann machen Sie konzentriert weiter.

Es ist wie mit der „Krötenliste“, also der Liste der Aufgaben, die Menschen besonders unangenehm sind. Wenn wir uns gleich zu Beginn des Tages mit den zuvor aufgelisteten Themen beschäftigen, kann der Tag nur gut werden. Jeder Tag. Das wünsche ich Ihnen.

Herzliche Grüße, Gabriela Linne
Kairos-Brief 20. April 2016

Sterben? Oder endlich ICH selbst sein?

Mein KAIROS-ErfolgswegSterben? Oder endlich ICH selbst sein?
Die Geschichte von Anita Moorjani, Autorin des Buches „Dying to be me“, erreichte mich gestern. Sie hat mich berührt und mir einigen „Stoff“ zum Nachdenken gegeben. Hier kommt nun meine „Übersetzung“ und kurze Zusammenfassung für alle, die gerade ein paar Mut machende Impulse gebrauchen können. Die Übersetzung basiert auf einem Video der Website isolsicience.com und ist hier zu finden: http://isoulscience.com/2016/03/woman-dies-and-comes-back-to-life-with-this-incredible-message-for-humanity/

„Am 2.2.2006 fiel Anita Moorjani nach 4jähriger Krebserkrankung ins Koma. Ihre letzten Stunden hatten begonnen, wurde der Familie gesagt. Anita Moorjani selbst nahm diese Situation mit vollem Bewusstsein wahr. Ihr Körper war keine Begrenzung mehr. Sie konnte alles um sich herum – mit 360°-Blick sozusagen – gleichzeitig wahrnehmen. Sie konnte überall zur gleichen Zeit sein. Worauf sie ihr Bewusstsein ausrichtete, war sie. Sie war verbunden mit allen. Sie konnte sehr klar erkennen, warum sie diese Krankheit hatte.

Mit folgender Metapher beschreibt sie ihr „Erleben“: Stellen Sie sich ein total abgedunkeltes Warenhaus vor. Sie haben eine Taschenlampe, um sich ihren Weg zu bahnen. Was Sie mit der Taschenlampe beleuchten, können Sie sehen. Alles andere bleibt im Dunklen. Plötzlich erleuchtet ein großes Licht das ganze Haus. Alles, was es gibt. Bekanntes, Unbekanntes. Schönes, Hässliches. Dinge, die Sie kennen, und Dinge, die Sie nie zuvor gesehen haben. Und plötzlich erkennen Sie: Es gibt so viel mehr als Sie glauben und bisher erfahren haben. Dann geht das Licht wieder aus. Doch jetzt wissen Sie: Der Strahl der Taschenlampe ist Ihre eingeschränkte Wahrnehmung. Und Sie können wählen, wohin Sie ihn richten.

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Ein hohes Ziel ist erreicht! Und dann?

KAIROS-GedankeEin hohes Ziel ist erreicht! Und dann? Sehr häufig ist bei Menschen um uns herum und auch bei uns selbst zu sehen: Wenn ein sehr hoch aufgehängtes Ziel erreicht wurde, hängt man regelrecht durch. Erfolgreiche Menschen erleben immer häufiger Burnout-Syndrome. Manche machen danach ein ganzes Jahr Pause. Unsere Sprache führt uns auch noch in die Irre: Die Ehelichung zum Beispiel nennen wir „Hoch-Zeit“. Wir könnten sie ja auch „JA-Zeit“ nennen. Und in der Mathematik lernen wir den absoluten Hochpunkt oder das absolute Maximum kennen. Was sich immer so anfühlt, als müssten wir das unbedingt mal in unserem Leben schaffen. Das absolute Maximum erreichen, meine ich damit. Und dann? Was gibt es denn noch nach dem absoluten Maxi-mum und der Hoch-Zeit? Noch mehr Maxi und noch höher als hoch. Oder geht’s von nun an nur noch bergab? Woran mag es wohl liegen, dass nach dem kurzen Gefühl des „Ich habe mein höchstes Ziel erreicht!“ die Leere folgt? Haben wir etwa zu viel gekämpft? Haben wir zur falschen Zeit gekämpft? Haben wir zu viel Energie verloren? Haben wir etwas im falschen Moment erzwungen? Haben wir so viel Wichtigkeit draufge-legt, dass gleich mal die Nivellierungskräfte wirksam wurden?
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